Was sind Fruchtfliegen?

Warum heißen Fruchtfliegen eigentlich so?

Fruchtfliege-Aussehen

Aussehen einer Fruchtfliege

 

Die Bezeichnung „Fruchtfliege“ ist keine genaue Benennung für eine Insektenart, es steht im Sprachgebrauch eher für alles, was fliegen kann und sich an Früchten vergreift. Zu dieser Art gehören viele fliegende Insekten, um Fliegen handelt es allerdings in jedem Fall.

In Deutschland werden gleich zwei Fliegen-Familien als Fruchtfliegen bezeichnet: Die Tephritidae (Bohrfliegen), das sind die ursprünglichen Fruchtfliegen, welche in der freien Natur bei Obstpflanzen leben.

Dort bohren sie ihre Legeröhren in Früchte und legen ihre Eier darin ab, die Larven ernähren sich während ihrer gesamten Entwicklung direkt von der Frucht. Bohrfliegen sind richtig große Fliegen und mit ihren gestreiften Flügelnrecht auffällig, wenn von diesen Fliegen in der Küche ein ganzer Schwarm aufsteigen würde, könnte man den Raum als Drehort für den nächsten Psycho-Thriller anbieten.

Zum Glück trifft man in der Küche aber nur eine andere Fliegenfamilie: Winzige Flügelwesen aus der Familie der Taufliegen (Drosophilidae), die bei uns seit Jahrhunderten eigentlich Tau-Fliegen heißen und erst vor kurzer Zeit zu „Fruchtfliegen“ wurden, als die englische Bezeichnung „fruit flies“ einfach ins Deutsche übernommen wurde.

Dass diese Taufliegen bei uns auch schon lange mit den Spitznamen Obstfliege, Gärfliege, Mostfliege oder Essigfliege benannt wurden, gibt uns auch schon den Hinweis darauf, was diese Tierchen in der Küche suchen.

 

Sind Fruchtfliegen gefährlich?

Fruchtfliegen-im-Labor

Fruchtfliegen im Labor

Nein, für Menschen sind Fruchtfliegen nicht gefährlich – sie können uns nicht beißen und auch keine Löcher in uns bohren um Eier abzulegen. Es sind einfach winzige Fliegen, etwa 2 mm lang und mit einem Gewicht von weniger als 1 mg, also wahre Fliegengewichte.

Eigentlich sogar ganz erstaunliche Wesen: Sie sind einfach zu halten, schnell zu vermehren und doch mit einem komplexen Organismus ausgestattet, der Wissenschaftler staunen lässt und in der Art der „Drosophila melanogaster“ seit vielen Jahrzehnten das beliebteste Studienobjekt der Genetik ist.

Wenn man jedoch kein Genetiker, sondern Koch ist, wird das wenig trösten, wenn gerade in der Küche schwarze Wolken aufsteigen – befürchten muss man auch bei Schwärmen von Obstfliegen nichts. Die Lebensmittel, von denen die Wolke aufstieg, können problemlos gegessen werden, nur lange warten sollte man damit nicht und die Früchte trotzdem gründlich waschen.

Fruchtfliege unter einem Mikroskop

Hier ist eine sehr ausführliche Aufnahme von einer Fruchtfliege unter einem Mikroskop:

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Fruchtfliegen-Fallen

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Elektrische Fliegenklatsche

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